tagediebe fortsetzungsroman II



 


tagediebe fortsetzungsroman II


tagediebe fortsetzungsroman II


da das letzte projekt im sande verlaufen ist, möchte ich hier gerne einen neuen fortsetzungsroman starten. ich hoffe euch gefällt der beginn, und freu mich schon auf viele amüsante zeilen.

EDIT: ich hab ihn rechts im menü verlinkt. sfb.



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„Wie bitte komme ich denn schon wieder dazu“, dachte er sich mit einem leichten Anflug von Verzweiflung, “ wie konnte das denn schon wieder passieren, “ dachte er, „ und warum immer mir?“ Etwas ratlos stand er hier am Strand, ratlos und verwirrt. Sein Kopf schmerzte und außerdem fror er leicht, seit er vor etwas mehr als einer Stunde nicht weit von der Stelle, an der er jetzt orientierungslos stand, erwacht war. Seine erste Verwunderung galt der Tatsache, dass er völlig nackt war, doch das wäre ja nicht so schlimm gewesen, wäre nicht auch der Umstand dazugekommen, dass er nicht die geringste Ahnung hatte, wo er sich befand. „Ein Strand, ein Strand, ein Strand,“ hatte er überlegt, nur welcher, Strände gab es genug hier in Italien, „Scheiß Urlaub, Mist, Mist“ begann er langsam zu fluchen, dieser Urlaub war ja nicht einmal seine Idee gewesen, nein, gezwungen, zumindest nahezu gezwungen hatten ihn seine Freunde, der letzte Urlaub vor dem großen dreißigsten Geburtstag, hatten sie gesagt, er müsse mitkommen, hatten sie gesagt, nun, er war mitgekommen, „Könnte mir bitte jetzt endlich jemand sagen, wo zum Henker ich bin?“ rief er entnervt in die Finsternis. Von wegen laue Sommernächte, Spaziergänge bei Vollmond am Strand, nicht das kleinste Stückchen Mond war zu sehen, und auch die Sterne waren wie weggewischt. „Eine Katze müsste man sein“ überlegte Fritz Schmidt- Proklocvecky, dem dieser Name mehr als unangenehm war, mehrmals schon hatte er sich gefragt, warum sein Vater bei der Hochzeit diesen unmöglichen Doppelnamen angenommen hatte. Kein einziges Mal hatte er bis jetzt seinen Namen genannt ohne anzufügen Paula, Richard, Otto,... und wofür, damit sein Name erst recht wieder falsch geschrieben wurde. „Katzen besitzen ein Tapetum lucidum, diese lichtreflektierende Schicht hinter der Netzhaut macht es ihnen möglich in der Nacht viel besser zu sehen“ dozierte Fritz Schmidt, wie er sich lieber kurz und bündig nannte, und der ein wahres Faible für unwichtige Informationen besaß, vor der endlosen Menge an Sandkörnern. "Schale, dass ihr mich nicht versteht" dachte er etwas betrübt, "so viele Zuhörer, so wenig Ohren" Verzweiflung machte sich langsam aber bestimmt breit. „Mal überlegen, wie bin ich hier überhaupt hergekommen?“ Noch während er diesen Satz in die schwarze Nacht hinaus sprach kamen einzelne Bruchstücke seiner Erinnerung langsam in sein Gedächtnis zurück. Einer seiner Freunde hatte etwas von einem Club erzählt, den sie unbedingt sehen müssten, danach hatten sie sich ein Taxi geteilt, doch da er auf der Rückbank Platz genommen hatte, weil er es für einen schwerwiegenden Fehler hielt im Taxi vorne zu sitzen, hatte er den Namen ihrer Destination nicht mitbekommen. Nach einer etwa zwanzigminütigen Fahrt waren sie dann endlich angekommen, der Club hatte von außen eigentlich sehr nett ausgesehen, doch als er ihn betrat, wartete schon das Pech auf ihn, wie ein 100 Meter Läufer in den Startblöcken, und in dem Moment, als er die erste Flasche Wodka bestellte fiel der Startschuss.

.........

An die ersten Gläser erinnerte er sich noch genau, fast zu genau, die hatte er mit seinem Freund getrunken. Sogar die Bewegung vom Glas Richtung Mund hatte er noch vor Augen. Auch die Dame die den Raum betrat in dem Moment, als er zum dritten mal den scharfen Geschmack nach purem Alkohol in seiner Kehle spührte. Vielleicht war es doch falsch gewesen, sich gleich in der ersten viertel Stunde fünf Stamperl hinunter zu schütten, alle mit der ersten Zigarette, die er nach dem Ankommen in dem Club anrauchte.
Nach der Hälfte der Flasche verschwammen schon die Eindrücke. Klar war, dass er dennoch recht viel Spaß hatte, jedoch wußte er nicht genau weswegen er so viel lachen hat müssen.
Dunkel erinnerte er sich plötzlich wieder an die zwei Kerle, die im auf der Toilette begegneten. Trotz der freien Pissoirs warteten sie auf eine Kabine, die in dem Moment als er den Raum betrat besetzt war. Es waren deutsche. Klar waren es deutsche, seine ganz besonderen Freunde. Er konnte zwar nie ganz genau erklären, wo sein Problem mit ihnen war, aber er hatte eins. Naja, er war betrunken, er hatte Spass und den wollte er sich durch die bloße Anwesenheit von deutschen nicht verdrben lassen. Immerhin hatte er ja auch Urlaub, also wozu auch noch viel Stress. Er nmickte ihnen zu, wandte sich zu einem Pissoir, als im plötzlich einer der beiden auf die Schulter klopfte. Erschrocken drehte er sich um.

.........

„Österreicher?“ „Jo“ gab er etwas patzig in bestem mundartlichem Idiom zurück. „Deitsche?“ „Genau“ antworteten die beiden gutgelaunt, sie schienen Nordlichter zu sein, irgendetwas bei Berlin oder Hamburg, mutmaßte der Germanophobe, na wenigstens nichts Bayrisches hier. Bayern und Italien, diese Kombination war im schon öfter sauer aufgestoßen, die Bayern, überlegte er, während er vergeblich versuchte seinen selektiven Harnrückhalt, übrigens ein Problem, das ihn erst seit der Pubertät belästigte zu bekämpfen, die Bayern wissen nie wann genug ist. Im Gegensatz zu den Österreichern dachte er sich und freute sich diebisch neben das Pissoir zu pinkeln, die halbe Flasche Wodka war wohl als Zielwasser etwas übers Ziel hinausgeschossen. „Wie lange bistn du schon in Italien, machste auch Urlaub?“ trübte einer der beiden sein Vergnügen. “Zwei Tage, ja und habt ihr niemand anderen, dem ihr auf den Sack gehen könnt?“ presste er etwas zu unwirsch für seinen ansonsten doch sonnigen Charakter zwischen den Zähnen hervor. „Tschuldigung Mann, wir wollten dich hier echt nich stören, eigentlich hatten wir uns nur gefreut hier jemanden zu treffen mit dem wir sprechen können, und dann wollten wir dich eigentlich fragen, ob du Lust hast eine kleine Line mit uns zu ziehen, aber so, noch mal, nichts für ungut.“ LINE, das war das Zauberwort, vor Überraschung traf er sogar in die Muschel, Koks, das war es was dem Abend fehlte, Spass in Pulverform, „Moment Jungs“ unterbrach er mit Zuckerstimme ihren Abschied, „Wir haben uns wohl auf dem falschen Fuß erwischt“ er wischte seine Hand an der Hose ab und wollte sie ihnen reichen, aber aufgrund ihrer Blicke besann er sich dann doch eines Besseren und tänzelte zum Waschbecken. „Ihr müsst schon verzeihen, aber ihr kennt das ja, der Wodka und die Hitze und die allgemeine Xenophobie„ versuchte er noch verbrannten Boden gutzumachen.

.................................

"Die Line...", murmelte Fritz gedankenverloren. Er hatte sich erschöpft auf einen angeschwemmten Baumstamm nieder gelassen. Seine Gesicht hatte er in seine Handflächen gelegt und rieb sich die Augen. Trotz stundenlanger, oder eben auch nicht so langer, Bewußtlosigkeit war er doch sehr ausgelaugt und die Tatsache, dass seine Erinnerungen wieder verschwammen drückte auf seine Nerven. Eigentlich kämpfte er schon seit minuten mit den Tränen, aber nein, so tief würde er nicht sinken. Noch nicht, aber solange es nicht heller wurde konnte er nicht weiter gehen, zumindest sah er keinen Sinn dahinter, immerhin wußte er ja noch immer nicht wo er war, nicht einmal ob er überhaupt noch in Italien war. Mittlerweile war er sich nicht einmal mehr sicher wieviel Zeit vergangen war seit der ominösen Begegnung auf der Herrentoilette.
Er spürte den Sand zwischen seinen Zehen. Krampfhaft versuchte er sich zu erinnern, doch blieb da nur ein schwarzes Loch.
Immer wieder und wieder murmelte er: "Die Line..., die Line... ". Durch die Wiederholung hoffte er wieder ein Stück weiter zu kommen, beim Rekonstruieren seiner Erinnerung. In Psychologie hatte er gelernt, dass wiederholung am Besten beim erlernen von Dingen half, also wieso könnte es ihm nicht auch in seinem Fall helfen. Zumindest würde es nicht schaden, dachte er, was mich nicht umbringt macht mich nur härter.
Plötzlich schoßen ihm wieder Bilder in den Kopf, so schnell und unerwartet, dass er erschrak. Der Satz, der Satz kam ihm wirklich bekannt vor. Da war doch irgendwas mit diesem Satz.
Aber wie siche der laie die gravitation vorstellt so wurden die restlichen teile des satzes einfach zerrissen und verzerrt dermassen auseinander gezogen sodass es ihm unmöglich erschien

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